Wenn du Hilfe benötigst, 🔍 suche bitte, bevor du einen neues Thema oder Beitrag erstellst.
Hallo zusammen,
ich hoffe, jemand hatte dieses Problem schon einmal.
Anlage:
- Deye SUN-15K-SG05LP3-EU-SM2
- Firmware:
- HMI: 1001-C059
- MAIN: 2107-1172-1809
- Felicity 16 kWh Speicher BMS
- Am GEN-Port hängen aktuell 2 Mikrowechselrichter mit insgesamt ca. 1,2 kWp PV-Leistung (AC-gekoppelt).
Das Problem
Sobald der Arbeitsplan (Time of Use) aktiviert ist, beginnt die PV-Leistung zu pendeln.
Beispiel:
- PV steigt auf einige hundert Watt.
- Nach wenigen Sekunden fällt sie wieder auf 0 W. (Relais im Deye schaltet hörbar)
- Anschließend steigt sie wieder an. (Auch hier schaltet erst das Relais)
- Das wiederholt sich dauerhaft.
Parallel dazu wechselt die Batterie ständig zwischen Charge, Standby und teilweise Discharge.
Sobald ich den Arbeitsplan deaktiviere, läuft alles sauber:
- PV-Leistung bleibt stabil.
- Batterie lädt kontinuierlich.
- Kein Pendeln mehr.
Bisher geprüft
- Einen Mikrowechselrichter testweise abgeklemmt → keine eindeutige Änderung.
- Den Netzbezug von 20 W auf 50 W erhöht.
- Im Arbeitsplan verschiedene Werte getestet (aktuell: 9000 W und 17 % Mindest-SOC).
- Den Arbeitsmodus von Ersatzlast auf Haus/Netz mit CT umgestellt.
Leider ohne Erfolg
das Problem tritt ausschließlich auf, sobald der Arbeitsplan aktiviert wird.
Meine Fragen
- Ist dieses Verhalten mit dem Arbeitsplan bekannt?
- Gibt es Einstellungen, die ich überprüfen sollte?
- Gibt es eventuell eine neuere Firmware, die dieses Verhalten behebt?
- Hat jemand eine ähnliche Kombination aus GEN-Port + Mikrowechselrichter erfolgreich im Einsatz?
Vielen Dank schon einmal!
Wie ist Produktion und Hauslast? Warum kein "PV-Verkauf" ?
Produktion liegt aktuell je nach Sonneneinstrahlung bei bis zu ca. 1,2 kW. Die Hausgrundlast liegt meist bei 200–300 W, beim Laden der Wallbox entsprechend deutlich höher. (ca. 7 kW)
PV-Verkauf haben wir bewusst deaktiviert, da wir keine Netzeinspeisung möchten. Ziel ist, den erzeugten Strom vollständig selbst zu verbrauchen bzw. den Batteriespeicher zu laden.
die Bleibatterie aktivieren nach Tiefentladung kannst Du abschalten, dann auf Englisch umschalten und mal komplett ausmachen für 5 Minuten
aber jeder wie er will.
Produktion bis zu ca. 1,2 kW. Die Hausgrundlast liegt meist bei 200–300 W
PV-Verkauf haben wir bewusst deaktiviert, da wir keine Netzeinspeisung möchten. Ziel ist, den erzeugten Strom vollständig selbst zu verbrauchen bzw. den Batteriespeicher zu laden.
also keine 16kWp am Deye? nur die 2 MicroWR? Da kann ich mir gut vorstellen das er bei vollen Akkus mit den beiden Schwierigkeiten beim runterregeln hat.
Was spricht gegen (Überschuß)Einspeisung?
Auch bei "Solar sell" wird erst der Akku geladen und das Haus versorgt, nur der Überschuß wird "ins Netz" entsorgt, was das ständige zu und wegschalten des Gen-ports unnötig macht
Danke für deine Antwort. Eine wichtige Info hatte ich vergessen: Das ist aktuell nur eine provisorische Übergangslösung. Die eigentliche PV-Anlage kommt später aufs Dach. Im Moment betreiben wir lediglich vier Module mit zwei Mikrowechselrichtern am GEN-Port, damit wir die Zeit bis zur Fertigstellung der Dachanlage schon etwas nutzen können. Für die normalen PV-Eingänge wären die vier Module ohnehin zu wenig gewesen.
Das Pendeln tritt übrigens nicht nur bei vollem Akku auf. Wir hatten das gleiche Verhalten bereits bei ca. 20–30 % SOC, aktuell aber auch bei 90–95 % SOC.
Gegen Überschusseinspeisung spricht grundsätzlich nichts Technisches. Wir wollten die Anlage nur bewusst als Nulleinspeisung betreiben und den erzeugten Strom möglichst komplett selbst verbrauchen bzw. in den Speicher laden.
Falls „Solar Sell“ zuerst Haus und Akku versorgt und wirklich nur den tatsächlichen Überschuss einspeist, würden wir das aber testweise ausprobieren.
Meine Beobachtungen ist, das bei AC Überschuss am GEN es 3-4 Sekunden dauert bis die AC Leistung in den Akku geladen wird. Wenn er in der Zeit nicht ins Netz einspeisen darf, wird er die MI abwerfen. Mit Solar Sell geht's sicher besser.
Die am GEN hängenenden Mi's können nicht geregelt werden! Es geht hier nur an/aus.
-> Geht hier in dem Fall nur wenn der Überschuss ins Netz darf -> Haken unter Mi-WR-Eingang "keine Netzeinspeisung" raus nehmen!
Das Pendeln tritt übrigens nicht nur bei vollem Akku auf. Wir hatten das gleiche Verhalten bereits bei ca. 20–30 % SOC, aktuell aber auch bei 90–95 % SOC.
Falls „Solar Sell“ zuerst Haus und Akku versorgt und wirklich nur den tatsächlichen Überschuss einspeist, würden wir das aber testweise ausprobieren.
Mich wundert nur das er nicht auch ohne TOU "Pendelt"
In deiner Anleitung sollte ebenso wie bei meinem 12k dieses drinstehen:
Solar-Verkauf: "Solar-Verkauf" kann für Null-Export an Last oder Null-Export an CT ausgewählt werden. Bei Aktivierung kann der Überschuss von PV-Strom zurück ins Netz verkauft werden. In diesem Fall versorgt der PV-Strom zuerst die Lasten oder das Laden der Batterie, und wird anschließend ins Netz eingespeist.
und genau so funktioniert es auch bei mir, allerdings ohne MI-WR
Vielen Dank für eure Antworten!
Ich habe eure Vorschläge gerade ausprobiert. Ich habe Solar Sell aktiviert und zusätzlich die Option „Keine Netzeinspeisung“ beim Mikrowechselrichter-Eingang (GEN-Port) deaktiviert.
Den Arbeitsplan habe ich anschließend wieder aktiviert und das Pendeln scheint damit tatsächlich verschwunden zu sein. Die Leistung bleibt jetzt konstant und der Wechselrichter regelt deutlich ruhiger.
Ich werde das Ganze jetzt erst einmal ein bis zwei Tage beobachten und auch prüfen, ob wirklich keine nennenswerte Leistung ins öffentliche Netz eingespeist wird. Falls alles stabil bleibt, gebe ich hier noch einmal eine Rückmeldung.
Vielen Dank für eure Hilfe!

