Wenn du Hilfe benötigst, 🔍 suche bitte, bevor du einen neues Thema oder Beitrag erstellst.
Moin, ich betreibe an einer neuen Anlage (Deye 10kW Hybrid WR + 10kWpk solar) einen aktuellen RW-F16 Speicher.
CAN Kommunikation steht, Kapazitätsanzeige korrekt jeweils auf Speicher wie auf WR. Letzterer sieht auch das 160A Lade/Entlade Limit aus der Vorgabe des Speichers.
Allerdings ist der Ladestrom anscheinend auf 50A werksseitig durch das BMS des Speichers begrenzt und die entsprechende Einstellungsmöglichkeit am WR ausgegraut.
Kurze Recherche von mir ergab, dass das BMS des Speichers mitunter werksseitig tatsächlich auf 50A begrenzt ist und mit externen tools umprogrammiert werden muss.
Wie macht man das am sinnvollsten?
Grüße,
Dieter
Servus,
wenn du in diesen Menü 160A neben den anderen Werten der Batterie siehst sollte alles in Ordung sein.
In diesen Menü kannst du dann selber die Werte noch anpassen.
Sollte es nicht möglich sein, weil die Werte ausgegraut sind, dann ist warscheinlich der automatische Schreibschutz aktiv.
Hacken raus bei Lock out all Changes - Enter und 7777 eingeben, dann sollte es klappen.
Nach einiger Zeit wird das aber automatisch wieder aktiv - also nicht wundern.
Hallo Paul, das ist genau der Punkt.
Wie im zweiten Absatz meines Posts geschrieben, "sieht" der Wechselrichter die 160A Limits, d.h. er zeigt diese an.
Dennoch wird lediglich mit genau 50A geladen.
Ausgegraut sind die Limits auf der Seite, auf der man die Ströme für Netz- und Generatorladen einstellt - dies spielt aber in meinem Fall keine Rolle, da ich diese beiden Funktionen ohnehin deaktiviert habe.
Der Wechselrichter ist der "kleine" 10kW Typ. Die Menüführung ist geringfügig anders als bei dem 15kW Typ, den ich in einem anderen Haus seit zwei Jahren nutze. Und ausschließlich in englisch, da das "Sprachpaket nicht installiert" ist.
Möglicherweise ist die firmware des Gerätes auch nicht auf dem letzten Stand...
Die letzten 3 Jahren hat die Firmware da eigentlich nichts geändert.
Stehen die 160A im 1. oder 2. Screenshot von mir oder schick mal ein Foto wie es bei dir aussieht.
Das deutsche Sprachpaket ist hier nicht sehr beliebt, macht alles noch komplizierter weil die Übersetzung oft zweideutig ist.
Was spricht dagegen, den Deye Support in Anspruch zu nehmen?
😀 Deye Hybrid 12k , 2x Deye RW-M6.1, 30x Meyer Burger 380W 😀
@Paul, ich bin erst am Montag wieder vor Ort und melde mich dann mit eigenen screenshots.
Deye support, klar. Wenn ich eigene Fehlkonfiguration ausschließen kann.
Vielen Dank euch erstmal.
So, nun habe ich mal ein paar Fotos vom Bildschirm des Wechselrichters gemacht.
Maximal wird nach meiner Beobachtung mit 2kW geladen.
Im Li-BMS Untermenü wird aber das Maximum von 120A Ladestrom angezeigt.
Ich sehe leider keinen Grund warum sich das mit den Einstellungen so verhält.
So wie du sagt ist das kleinste Limit vom BMS mit 119A und somit ~6,5kW Ladeleistung
Wenn nicht ein grösserer Übergangswiderstand in der Verkabelung ist, würde ich den Deye mal neu starten.
Sollte das auch nicht helfen muss wirklich der Support ran.
Hallo Paul, da bringst du mich auf einen Gedanken.
Wir haben Wechselrichter im Haus und Akku in einem Nebengebäude, beides durch dickes Erdkabel miteinander verbunden. Wir nutzen 35qmm Cu, und haben rechnerisch auf die Entfernung je Hin- und Rückader um die 18 mOhm Widerstand. Erwärmung des Kabels wäre bei 160A noch absolut kein Thema, allerdings "sieht" der Akku bei einem solchen Strom rund 2,5V weniger Ladespannung.
Ich habe nun gelesen, dass der Wechselrichter Übergangswiderstände (resp. Spannungsabfall zur Batterie hin) überwacht und in so einem Fall möglicherweise den Ladestrom reduziert.
Evtl. betrifft mich genau diese Problematik.
Bzw. die obere Ladespannungsgrenze in der Konfiguration "Lithium Mode 00 Deye" ist zu tief.
Sorry, aber du solltest weniger mit KI machen und mehr über Elektrotechnik lernen. Du hast über 4 Volt Spannungsanfall. Der WR kann da nichts dafür und es wird auch nichts reduziert. Du hat auch nicht 0,018 sondern 0,14 Ohm Widerstand. Also 10x mehr. Mit 10x mehr Querschnitt schaffst du vielleicht den Ladestrom.
Wir haben Wechselrichter im Haus und Akku in einem Nebengebäude, beides durch dickes Erdkabel miteinander verbunden.
Wer kam denn auch diese ....idee?
aber jeder wie er will.
Wir haben Wechselrichter im Haus und Akku in einem Nebengebäude, beides durch dickes Erdkabel miteinander verbunden.
Wer kam denn auch diese ....idee?
Das Frage ich mich auch vor allem mit so geringem Querschnitt, gerade bei LV Systemen sind die kabelwege so Kurz wie nur nötig zuhalten.
Der mit den Sonnenstrahlen tanzt
Zwischenzeitlich hatte ich mit dem Deye Support intensiven Kontakt. Kurze Zusammenfassung: Übersteigt im Li-BMS Mode der Spannungsabfall zwischen Inverter und Batterie einen Wert von mehr als 1V, dann reduziert der Inverter aktiv aus Sicherheitsgründen Lade- und Entladeströme (auf etwa 40A).
Das gleiche passiert, wenn das am Batterieingang des Inverters erreichte Unterspannungslimit erreicht wird. Diese Information kommt direkt von Deye aus China.
Für denjenigen, den es interessiert oder das nicht glaubt, tausche ich mich gerne per pn darüber aus, der Schriftverkehr mit dem Support (Tyler von @deye.com.cn">servicede@deye.com.cn) ist ellenlang….
Um das Problem mit der aktiven Strombegrenzung (die ja nicht wissen kann, ob die Verbindungsleitung zu lang oder zu dünn ist) zu lösen gibt es zwei Möglichkeiten.
1. Wer-hätte-das-gedacht: Dickeres oder kürzeres Kabel verwenden, um den Spannungsabfall zwischen Batterie und Inverter zu vermindern
2. Voltage mode verwenden – dies wurde in meinem Fall ausdrücklich empfohlen.
Variante 1 ist bei mir nicht möglich - siehe Folgeabsatz. Von daher ist nunmehr Variante 2 in Verwendung und, siehe da: alles funktioniert wie es soll. Lediglich die Anzeigefunktionen auf dem Display des Inverters sind ggü. Li-BMS Mode limitiert.
Die Entfernung zum Batteriestandort beträgt bei mir etwas über 30m. Rechnerisch ergeben sich für damit für Hin-und Rückleitung zusammen ungefähr 30 mOhm. Die 14mOhm, die ich in einem vorangegangenen Post genannt habe, betrafen eine der beiden 35qmm Leitungen (ich verwende jeweils NYY-1x35).
@Paul: Bei einem Entladestrom von 81A zeigt das Display des Wechselrichters 48,9V, an den Batteriepolen misst man zum gleichen Zeitpunkt 52,1V. Macht rund 39 mOhm zwischen Batterie und Wechselrichter. Der „Rest“ zwischen den rechnerischen 30mOhm sind Übergangwiderstände und die Unschärfe bei der exakten Leitungslänge. Mir ist klar, dass ich bei Batterieströmen von 100A bereits ohmsche Leitungsverluste von 390W und damit fast 8% inkaufnehmen muss, ist mir (und den mehr als 20kg Kupferkabel auf die Länge) aber ziemlich egal.
Übrigens: Ohmsches Gesetz kann ich schon aus Berufsgründen in Schlaf...
@ dem plastischen Fantastischen: Die Idee, Batteriespeicher und Wechselrichter räumlich zu trennen, d.h. den Batterieblock nicht innerhalb eines Hauses zu betreiben, kommt (nicht nur) von mir und würde ich immer wieder so machen. Keine Elektronik der Welt funktioniert über Jahrzehnte fehlerfrei und Brände von LFP Akkus im Falle von Überladung durch defekte Inverter oder BMS sind nur „nahezu ausgeschlossen“.
Immer wieder schön, wenn Leute die Fehler machen, diese krampfhaft verteidigen. 👍
es bleibt selbst bei einer Hochvolt Batterie eine ...idee
Du kannst hohe Wechselspannungen viel einfacher über grosse Distanzen leiten, das hat Westinghouse/Tesla dem grosskotzigen Edison schon 1890 bewiesen.
Es spricht überhaupt nichts physikalisches dagegen die Batterie UND den Wechselrichter weit weg zu montieren, die Distanz mit Netzkabeln zu überbrücken, selbst die PV Kabel können wegend der hohen Spannung problemlos sehr lang sein, die geringen Stromstärken verhindern grössere Verluste.
aber jeder wie er will.

