Zum eigentlichen Thema - prinzipiell is es egal, wo die PEN-Auftrennung passiert, solange...
Für uns hier theoretisch ja, laut Norm ist PEN im HAK zu trennen und danach nicht wieder zusammen zu führen.
Liegt einfach daran, dass der HAK in der Zuständigkeit und Kontrolle des VNB liegt. Alles nach dem Zähler ist quasi Sache des Hausbesitzers.
Es kann eben sein, dass der VNB darauf besteht, daher am besten von Anfang an so umsetzen wenn man eh ran muss.
GB-SL20K-EU / All In One HV Tower - Deye GB-S20K-EU HV WR (Main: 1095 / HMI: C040) - 16.36kWh Speicherkapazität (4 x GB-LM 4.09 kWh HV Akkus) 24,65kWp in ONO / WSW Ausrichtung 58 x Trina Vertex S+ TSM425NEG9R.28 425W Module (28 auf ONO, 30 auf WSW) Link zur Anlagenvorstellung hier im Forum
ja, das ist richtig. Wenn der Eli eh die Hauptverteilung neu machen muss, dann sollte er im HAK auftrennen. Bei Bestandsanlagen gibt es aber eben diese Situation, dass die Aufteilung nach alter Norm vorliegt.
Hallo, meine Anlage (Deye 12k SG04LP3-EU) läuft jetzt seit ein paar Tagen. Gester wurde noch das Kabel für den Notstrombetrieb angeschlossen. (Deye Loadausgang auf Kraus Naimer Umschalter)
Um zu das ganze zu testen wurde das Netz abgeschaltet und dann der Umschalter auf Notstrom gestellt.
Sofort begann die Led Beleuchtung zu flackern und mein Herdfeld hat angefangen zu piepsen.
Erstmal alles wieder auf aus....
Alle Sicherungen aus geschalten, bis auf eine und Messgerät in die Dose. 30 V zwischen Neutralleiter und Null !
Fi löste bei 35 mA aus.
Die Steuerung der Heizung, 2 Funksteckdosen und ein Eltako haben das nicht überlebt.
Laut Handbuch welches dem WR beigelgen hat wurde alles angeschlossen(Seite 21, 3.10 Verdrahtungsplan).
Im Internet auf der Seite von Deye weicht dies aber ab, hier wird das Relais welches N und Pe brückt mit eingezeichnet, was im Hanbuch fehlt.
Darauf hin wurde der Haken bei Signal Island Mode gesetzt.
Jetzt funktionert alles wie es soll.
Fi löst jetz bei 20 mA
Der Elektriker möchte jetzt eine feste Brücke in der Verteilung setzen damit dies nicht wieder passiert. Falls nach einen Update des WR das wieder ausgeschaltet wird.
Was haltet ihr davon?🤮
Guten Tag, ich habe mir jetzt nicht extra den ganzen Thread durchgelesen. Die Reaktion deiner Anlage ist irgendwie völlig unplausibel.
Wenn ich das Netz abschalte (Gridsicherung) dann trennt der Deye alle Netzrelais (NA Schutz), alle Phasen und Nulleiter. Die Insel läuft automatisch und stellt einen künstlichen Sternpunkt bereit. Wenn ich jetzt das Haus mit den Naimer Umschalter auf Notstrom schalte dann legt dieser im Schaltvorgang 0-2 erst den Nulleiter an den Sternpunkt des Wechselrichters und ein paar ms später alle Phasen an die jeweiligen Phasen des Wechselrichters. Eine Verschiebung des Sternpunkts ist somit eigentlich unmöglich. Die Funktion Signal-Island sollte bis hier hin völlig unerheblich sein.
Die Verschiebung des Sternpunkts sollte auf keinen Fall abhängig davon sein ob das Signal-Island relais offen oder geschlossen ist.
Es klingt fast so als würde dein Haus den Wechselrichter Sternpunkt über das Signal Island relais beziehen....Ich weis zwar nicht wie das konkret beschaltet ist aber so sollte es nicht sein!
"Im TT-Netz darf es keinen Null (PEN) geben, PE und N sind immer getrennt zu halten. Die Brücke zwischen blauer und grüngelber Schiene muss deshalb auf jeden Fall entfernt werden, auch ohen FI"
Kann es sein das dein Nulleiter vom Load ausgang abgesehen von Leitungsschutzschaltern nicht direkt auf den Notstromeingang vom Naimer Umschalter geht sondern auf die Nullklemme vom TT netz und das sich die Verbindung zum Sternpunkt des Wechselrichters dann über das Zuschalten des Signal Island relays über eine evetuell vorhandene Null-PE Brücke ergibt?
Oder das der nulleiter vom Notstromeingang des Naimerschalter keine "direkte" Verbindung zum Sternpunkt/Nulleiter des Wechselrichters hat sondern irgendwo an eine Nullklemme der Hausverteilung geht?
Es kann auch sein sein das ich hier einen Denkfehler habe aber wie sonst sollte sich ein Fehlerfreier Betrieb ergeben wenn die Signal Island funktion eingeschaltet ist?
Ich habe hier so ein TN-C netz (4Leiter Zuleitung) und habe das im Verteiler auf TN-C-S aufgetrennt. Zusätzlich habe ich den Hauserder mit eingebunden der vorher einzeln an der Gasleitung angeschlossen war.....und wie ich festgestellt habe über die Zuleitung der Gasheizung an den Sternpunkt des TN-C Netzes ging......ich war das nicht der das so gebaut hat.
Ich verwende trotzdem die Schaltung 3.9 von Seite 20 und 3pol Automaten. Da hier ein 4poliger naimer verbaut ist habe ich dessen Nulleiter am Notstromeingang auf die Übergabeklemme nach der Nachzählersicherung geklemmt aber gleichzeitig natürlich auch den Nulleiter vom Wechselrichter kommend. (natürlich ist da ein 3pol c25 Automat dazwischen)
Dieser Thread ist wirklich goldwert – vielen Dank an alle Beteiligten!
Ich habe für mich inzwischen folgendes Verständnis gewonnen (bitte korrigieren, falls ich danebenliege):
In meinem Haus liegt ein älteres TN-C-S-System vor, konkret:
TN-C-Verkabelung bis in die Zählerschränke
dort jeweils lokale Auftrennung des PEN in PE und N
Das ist für den netzparallelen Betrieb des Deye unkritisch, da der Wechselrichter am GRID-Port über diese lokale PEN-Auftrennung ein korrektes PE- und N-Bezugspotential erhält.
Problematisch wird es jedoch, sobald man versucht, das Haus vollständig über den LOAD-Port (z. B. per Umschalter oder Direktanschluss) zu versorgen:
Die bestehenden Unterverteilungen werden nur 4-adrig (L1-L3 + PEN) versorgt
Der Deye stellt im Inselbetrieb jedoch kein PEN, sondern ein TN-S-Netz (L1-L3 + N + PE) bereit
Damit kann an die bestehenden UVs kein Schutzleiter mehr übergeben werden, da hierfür eine fünfte Ader fehlt
Aus diesem Grund sind aus meiner Sicht:
Schema 3.9 eher für Länder/Installationen geeignet, in denen andere Erdungskonzepte üblich sind (z. B. AU)
Schema 3.10 die passende Variante für DE/AT/CH, vorausgesetzt die Installation ist 5-adrig ausgeführt und es existiert genau ein eindeutiger PEN-Auftrennungspunkt
Ohne eine 5-adrige Verteilung und eine klar definierte, einmalige PEN-Auftrennung lässt sich der Deye aus meiner Sicht:
entweder nur netzparallel betreiben
oder mit einer separaten Notstrom-Unterverteilung, die am LOAD-Port hängt
alternativ über einen 1-0-2-Umschalter, sofern die Notstrom-UV dabei eindeutig 5-adrig (L1-L3, N, PE) vom Zählerschrank aus versorgt wird
Genau diese Differenzierung war für mich der entscheidende Aha-Moment in diesem Thread.
Diese r Beitrag wurde geändert Vor 2 Wochen von Jackschlimm
Alle lesen und glauben alles verstanden zu haben und dennoch ist vieles Mist.
Der Deye erzeugt im Inselbetrieb ein IT Netz und nichts anderes. Es kann als bei vergessenen Inselrelais keine Sternpunktverschiebung entstehen, eine saubere Verdrahtung vorausgesetzt . Es existiert aber auch kein Schutzleiter PE mehr, da dieser grün gelbe keine galvanische Verbindung mehr zum Neutralleiter hat. Ein Potentialausgleich des Schutzleiters ist weiterhin an der Erzeugungsanlage, an dessen Sternpunkt vorzunehmen. Jeder Elektriker, der die bestehende Brücke im HAK weiterhin nutzt, würde ich also den Kasten Bier wegnehmen und vom Hof jagen. Die Neutralleiterführung kann also nicht einfach am Netzumschalter vorbei auf den Klemmstein im Anschlussraum erfolgen, die Netztrennung muss allpolig ( Außenleiter und Neutralleiter) am Netzumschalter erfolgen.
Zwischen TT Netz und TN Netz ist nur der Unterschied, daß im TT Netz, außer bei sehr alten Anlagen, eine örtliche Erdung vorliegt, wo der Netzbetreiber den ankommenden Neutralleiter brückt und so den Potentialausgleich herstellt. Im TN Netz kommt die Erdung als PEN mit, wird im HAK in PE und N aufgeteilt und an der Potentialausgleichschiene angeschlossen. Im TT Netz kann es also notwendig sein, daß eine niederohmige Erdung neu installiert werden muß, zumindest sollte die vorhandene gemessen werden.
Nach dem Netzumschalter entsteht also erst der zentrale Neutralleiter zur Verteilung der einzelnen Stromkreise. Leitungsschutzschalter zwischen Deye und Netzumschalter müssen 4-polig, danach können sie 3-polig oder einpolig erfolgen.
Noch was. Natürlich ist es Quatsch, etwas von der Anzahl der Adern abhängig zu machen. Manchmal befindet sich der Zählerschrank im Keller und die Verteilung im Geschoss darüber und es ist nur eine 4-adrige Leitung vorhanden. Dann geht aber immer vom Verteiler eine fette PE- Leitung zum Potentialausgleich.
Eigentlich ist es am besten, ihr nehmt die Pfoten von der Elektrik, wenn ihr keine Ahnung habt. Manchmal wenn man hier liest bekommt man den Eindruck, Handwerker braucht niemand mehr, nur ein Studium auf der YouTube - Universität.
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